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Baugeschichte

Baugeschichte der Wiener Hofburg

Modell der mittelalterlichen Burganlage
Modell der mittelalterlichen Burganlage
Schweizertor
Schweizertor
Nationalbibliothek am Josefsplatz
Nationalbibliothek am Josefsplatz
Prunksaal in der Nationalbibliothek
Prunksaal in der Nationalbibliothek
Reichskrone und Wappenschild Karl VI. auf der Attika des Reichskanzleitrakt
Reichskrone u Wappenschild Karl VI.
Reichskanzleitrakt
Reichskanzleitrakt
Michaelertrakt
Michaelertrakt
Die Ankunft Kaiser Franz Josephs in der Michaelerkuppel, Xylographie von Petrovits L.E., 1900
Michaelerkuppel
Neue Hofburg
Neue Hofburg

Die Wiener Hofburg war über 600 Jahre lang Residenz der österreichischen Landesfürsten und entwickelte sich zu einem im Laufe von Jahrhunderten gewachsenen Zentrum der europäischen Geschichte. Von hier aus regierten die Habsburger seit dem 13. Jahrhundert zunächst als österreichische Landesherren, ab 1452 als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und schließlich ab 1806 als österreichische Kaiser bis zum Ende der Monarchie 1918.

Ausgehend von einer mittelalterlichen befestigten Burganlage des 13. Jahrhunderts erweiterte jeder Kaiser die Residenz, indem er einen neuen Trakt oder Flügel errichten ließ, wodurch sich die Hofburg zu einer "Stadt in der Stadt" entwickelte. Der ausgedehnte asymmetrische Komplex, der sich über 240.000 m2 erstreckt, besteht aus 18 Trakten, 19 Höfen und 2.600 Räumen, in denen bis heute rund 5.000 Menschen wohnen und arbeiten.

Der älteste Teil der Hofburg ist die Alte Burg, die seit dem 18. Jahrhundert nach der Schweizergarde, die hier als Burgwache diente, Schweizertrakt genannt wird. Die mittelalterliche Burganlage ist in ihrem Kern bis heute erhalten, nur die vier Ecktürme, der größte Teil des Burggrabens und die Zugbrücke mussten im Laufe der Zeit den Neuerungen weichen. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Fassade im Renaissancestil erneuert.

1552 entstand das von Pietro Ferabosco gestaltete Schweizertor, eines der wenigen Renaissancedenkmäler in Wien. In diesem Trakt befindet sich die Schatzkammer, in der die Insignien des Heiligen Römischen Reiches sowie jene des österreichischen Kaisertums aufbewahrt werden. In der 1449 errichteten Burgkapelle singen bis zum heutigen Tag die Wiener Sängerknaben bei der Sonntagsmesse.

1559 wurde mit dem Bau der Stallburg als neue Residenz begonnen. Seit dem 18. Jahrhundert befinden sich hier die Stallungen der berühmten Lipizzaner, die täglich (außer Montag) in der gegenüberliegenden Winterreitschule ihr Morgentraining oder ihre Vorführungen absolvieren.

Gegenüber des Schweizertraktes wurde im 16. Jahrhundert die Amalienburg als freistehendes Gebäude errichtet. Sie verdankt ihren Namen Kaiserin Wilhelmine Amalie, die hier nach dem Tod ihres Gemahls Kaiser Joseph I. ihren Witwensitz einrichtete. Zuletzt bewohnte Kaiserin Elisabeth diesen Teil der Hofburg, deren Appartements heute besichtigt werden können.

Im 17. Jahrhundert ließ Kaiser Leopold I. den Schweizertrakt mit der Amalienburg verbinden. Der neu entstandene und nach dem Kaiser benannte frühbarocke Leopoldinische Trakt, wurde 1668-1680 errichtet und im 18. Jahrhundert von Maria Theresia bewohnt. Nach ihrem Tod wurden die Räumlichkeiten bis zum Ende der Monarchie als prunkvolle Repräsentationsräume verwendet. Seit 1946 befindet sich hier der Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten.

In einem Teil der Hofburg war im Kellergeschoß auf drei Stockwerken der Hofweinkeller untergebracht. Nach dem Ende der Monarchie wurden die dort gelagerten Weinbestände versteigert und ein Gipsmodelldepot eingerichtet, in dem Modelle von Brunnen und Denkmälern der Ringstraßenbauten aufbewahrt werden.

Im 18. Jahrhundert wurde die Hofburg unter Kaiser Karl VI. durch prunkvolle Barockbauten erweitert, die vom Hofarchitekten Joseph Bernhard Fischer von Erlach geplant und begonnen wurden. 1723 nach dem Tod des Architekten übernahm der Sohn, Johann Emanuel Fischer von Erlach die Bauleitung.

1723-1735 wurde die Nationalbibliothek als Hofbibliothek für den kostbaren Bücherschatz der Habsburger gebaut. Der Prunksaal gehört mit seinem harmonischen barocken Interieur zu den schönsten Bibliothekssälen der Welt.

Mit dem Tod Johann Bernhard Fischer von Erlachs sah auch ein weiterer Architekt, Lukas von Hildebrandt seine Chance gekommen. Während Fischers Sohn die Pläne seines Vaters verwirklichen sollte, konnte Hildebrandt planerische Tätigkeiten am Reichskanzleitrakt, in dem zunächst die Kanzlei des Heiligen Römischen Reiches untergebracht war, beginnen. Auf Wunsch des Kaisers, vollendete schließlich doch Johann Emanuel Fischer von Erlach 1730 den Trakt. Nach der Auflösung des Reiches 1806 wurden die Kanzleiräume in Wohnräume für die kaiserliche Familie umgewandelt. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts residierte hier schließlich Kaiser Franz Joseph.

Die Skulpturen an den Portalen stammen von Lorenzo Mattielli und stellen die Arbeiten des Herkules dar. Im Mitteltrakt befindet sich das Kaisertor, das den Zugang zu den Kaiserappartements bildet. Am Dachrand erhebt sich das imposante Wappenschild Kaiser Karls VI. mit dem Doppeladler, der den österreichischen Bindenschild (mit den österreichischen Farben rot-weiß-rot) trägt und von der Reichskrone überhöht ist.

1735 vollendete Johann Emanuel Fischer von Erlach auch die Winterreitschule, in der bis heute die Vorführungen der Spanischen Reitschule stattfinden. Daran anschließend wurden die Redoutensäle errichtet, in denen große Empfänge, Bälle und andere Festlichkeiten stattfanden und die heute als Kongreßzentrum dienen.

Den prunkvollen Zeremoniensaal, in dem ebenfalls viele Feste des Kaiserhauses gefeiert wurden und in dem bis heute viele der berühmten Wiener Bälle stattfinden, errichtete Ludwig Montoyer zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts als das Alte Burgtheater abgetragen wurde, vollendete Ferdinand Kirschner nach Plänen Fischer von Erlachs den Michaelertrakt, der mit seiner geschwungenen Fassade und seiner fünfzig Meter hohen Kuppel das Erscheinungsbild der Innenstadtseite der Hofburg bis heute prägt.

Am Beginn des 20. Jahrhunderts, kurz vor Ende der Monarchie, wurde schließlich der imposanteste Teil der Hofburg, die Neue Hofburg, als Teil des von Gottfried Semper und Karl Hasenauer geplanten "Kaiserforums" errichtet. Heute sind hier ein Teil der Österreichischen Nationalbibliothek sowie Sammlungen und Museen untergebracht.

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