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Hermelincape und Muff der Kaiserin Elisabeth

Hermelincape und Muff der Kaiserin

Das Hermelincape und der Muff der Kaiserin Elisabeth sind für die kommenden drei Monate im Sisi Museum ausgestellt.

Das Hermelinensemble der Kaiserin besteht aus einem Cape mit extra Kragen und dem dazugehörigen Muff, der im 19. Jahrhundert zwingend zur eleganten Wintergarderobe der Dame gehörte.

Schon im Altertum war das Hermelinfell bekannt und wurde zum Symbol der Macht und des Reichtums. Obwohl es viele weit kostbarere Felle gab und gibt, wurde es zum Pelz der Kaiser und Könige. Bis heute ist der weiße Pelz mit den charakteristischen schwarzen Schwanzspitzen Bestandteil von Krönungsornaten. Auch die Habsburger sind häufig mit Hermelincapes als Symbol ihrer Macht dargestellt.

Das Hermelin kommt hauptsächlich in den skandinavischen Ländern und in Russland vor. Je kälter der Lebensraum des Hermelins ist, desto dichter und seidiger ist sein Fell. Daher verwundert es nicht, dass um 1900 rund eine Million Hermelinfelle aus Russland kamen. Die Winterfelle sind qualitativ hochwertiger als die Sommerfelle. Sie sind weiß mit Schattierungen zwischen bläulichweiß und elfenbeinweiß, das Deckhaar ist dichter und kann bis zu 13 mm lang werden.

Viele Jahrhunderte hindurch wurde das "reine Weiß" des Hermelin-Winterfells auch im übertragenen Symbol der Reinheit und Makellosigkeit. Die schwarzen Schwanzspitzen wurden nur zur Dekoration in bestimmten Mustern angenäht und verstärkten den Eindruck der Exklusivität.