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Das Mädchen

Bad Ischler Szene mit der Original-Harfe der Kaiserin
Bad Ischl Szene mit Sisis Original-Harfe
Elisabeth im Efeuschmuck, Gemälde von Amanda Bergstedt um 1855
Sisi im Efeuschmuck
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Elisabeth wurde am Weihnachtsabend 1837 als viertes Kind des Herzogs Max in Bayern und seiner Gemahlin Ludovika an einem Sonntag geboren und besaß auch schon bei der Geburt ein Glückszähnchen.

Die Eltern lebten in einem vornehmen Stadtpalais in München und verbrachten den Sommer meist in Schloss Possenhofen am Starnberger See, wo sich die Kinder in der ländlichen Umgebung austoben konnten. Das Schloss war von einem wilden, natur belassenen Park umgeben und in einer kleinen Viehwirtschaft gab es Tiere, mit denen die Kinder spielen konnten. Herzog Max verreiste viel, dichtete, liebte die Musik und spielte leidenschaftlich gerne Zither, aber nicht in aristokratischen Kreisen, sondern in Gasthäusern der Umgebung. Herzogin Ludovika oblag die Erziehung. Der Unterricht fand täglich außer Sonntag statt. Dennoch ließ der Erfolg zu wünschen übrig, denn die Kinder sprachen im bayerischen Dialekt. Es war für das Lehrpersonal schwierig, da der nach wochenlanger Abwesenheit heimkehrende Vater oft die Unterrichtsstunden unterbrach, um die Kinder zu Streifzügen ins Umland mitzunehmen, wo sie in Landgasthäusern gemeinsam Zither spielten und musizierten.

Die erste Zäsur im Leben der jungen Elisabeth war ihre Verlobung mit Kaiser Franz Joseph vor der Kulisse von Ischl im Jahre 1853. Das bis dahin völlig unbekannte Mädchen rückte nun in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Um die Kaiserbraut der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen wurden Künstler beauftragt. So entstanden die ersten Portraits, die bei den Zeitgenossen nicht immer Anklang fanden. Auch der junge Kaiser war mit den Ergebnissen oft unzufrieden und äußerte sich oft verärgert über misslungene Bildnisse.

Besonders bekannt unter den Brautbildnissen ist die Büste, die Johann von Halbig geschaffen hat und die Franz Joseph besonders gelungen fand.

Die Unbefangenheit und Natürlichkeit der 15jährigen Prinzessin bezauberte den jungen Kaiser so sehr, dass er sich Hals über Kopf in sie verliebt hatte. Der Verlobung am 19. August 1853 folgte die Brautzeit, in der die junge Elisabeth im Schnellverfahren die bis dahin vernachlässigte Ausbildung nachholen musste.

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