Taufkleid und Milchzahn

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Taufkleid von Kaiserin Elisabeth

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Milchzahn der Kaiserin Elisabeth

Taufgarnitur und Milchzähnchen inklusive Etui der Kaiserin Elisabeth

Der Weihnachtsabend des Jahres 1837 war ein Besonderer, denn er fiel auf einen Sonntag.
Das alleine wäre noch nichts Außergewöhnliches gewesen, wäre nicht genau an jenem 24. Dezember Elisabeth, die spätere Kaiserin Österreichs geboren worden. Um 22.30 Uhr erblickte sie das Licht der Welt als drittes Kind des Herzogpaares Max und Ludovika in Bayern. Das Kind hatte bereits bei der Geburt ein Zähnchen, einen so genannten "dens connatus", wie schon früher der französische Sonnenkönig Ludwig XIV.

Der Umstand, dass das Kind am Weihnachtsabend, einem Sonntag und schon mit einem Zahn geboren wurde, veranlasste die Mutter zu der Annahme, dass die Geburt dieser Tochter unter einem ganz besonderen Glücksstern stand. Damit wollte sie vielleicht auch ihr Gewissen beruhigen, denn sie fürchtete einen Fluch, den sie selbst an ihrem Vermählungstag ausgesprochen hatte. Sie war so ungücklich am Tag ihrer Hochzeit gewesen, dass sie beim Werfen des Brautstraußes gesagt haben soll:

"Dieser Ehe und allem, was daraus hervorgeht, soll der Segen Gottes fehlen bis ans Ende."

Das kleine Töchterlein, das am Heiligen Abend geboren worden war, taufte man zwei Tage später auf die Namen Elisabeth, Amalia, Eugenia. Als Taufpatin fungierte Auguste Amalie Herzogin von Leuchtenberg. Das Kindlein trug eine Taufgarnitur aus heller Seide, bestehend aus einem Taufkleidchen und einer Spitzenhaube. Zum Kleid gehörte auch ein blütenbestickter Überwurf mit altrosafarbener Schleifenbordure.

Dieses entzückende Taufensemble wird anläßlich der Weihnachtszeit auch heuer wieder ab dem 1. Dezember 2009 im Sisi Museum ausgestellt.

Da auch ein Milchzähnchen der Kaiserin inklusive Etui bewahrt werden konnte, werden Besucher des Museums die Möglichkeit haben, auch diese beiden einzigartigen Exponate zu sehen. Der Milchzahnbehälter ist aus vergoldetem Messing mit gekröntem Allianzwappen der Herzogin Ludovika in Bayern.

So schön das Geburtsdatum der Kaiserin auch klingen und so romantisch das Taufkleidchen auch aussehen mag, darf man bei alle dem nicht vergessen, dass man Sonntagskindern zwar Reichtum und Glück vorraussagte, leider aber auch ein nur kurzes Leben.