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Trauerkleidung und Trauerschmuck

Collier
Collier
Armband
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Modellhut aus Bastblumen und Reiherfedern
Modellhut aus Bastblumen und Reiherfedern

Im Zuge der Neugestaltung des Sisi Museums im Jahr 2009 erhielten einige besonders kostbare Kleidungs- und Trauerschmuckstücke der Kaiserin Elisabeth einen neuen und ständigen Platz in der Ausstellung.

Für die Kaiserin, die ab dem Tod ihres Sohnes Trauer trug, waren trotz aller Strenge modische Details immer noch wesentlich. Je schlichter und einfacher ein Kleid gehalten war, desto besser harmonisierte es mit dem dafür vorgesehenen Trauerschmuck. Goldschmuck und färbige Steine wurden vermieden und oftmals durch eine polierte Braunkohlenart, dem so genannten Jet, ersetzt. Die tiefschwarze, undurchsichtige Farbe dieses Materials war hervorragend dafür geeignet, sich in der Trauer äußerlich zurückzunehmen. Oftmals trug man auch schwarze Holz- oder Glasperlen.

Ein weiteres, wichtiges Accessoire waren Hüte. Ein Modellhut der Kaiserin aus Bastblumen und Reiherfedern zählt zu den schönsten Objekten aus dem sogenannten "Schwarzzeug", wie die schwarze Garderobe der Kaiserin genannt wurde. Sowohl der ausgestellte Trauerschmuck als auch Teile aus dem "Schwarzzeug" stammen aus dem persönlichen Besitz der jüngsten Tochter der Kaiserin, der Erzherzogin Marie Valerie.

Ein weiterer Höhepunkt in der Neupräsentation ist ein schwarzer Mantel der Kaiserin. Der aus Seidentuch mit eingewebtem Blattmuster und Reiherfedern gefertigte Mantel hat eine besonders tragische Geschichte: Kaiserin Elisabeth hatte ihn auf ihrer letzten Reise nach Genf mitgenommen. Nach dem Attentat durch Luigi Lucheni deckte man sie mit diesem Mantel zu und trug die bewusstlose Kaiserin auf einer Bahre vom Schiff zurück ins Hotel Beau Rivage, wo sie an den Folgen ihrer Verletzung starb.

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