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Audienzwartesaal (c) SKB, Foto: Fritz Simak

Audienzwartesaal

Kaiser Franz Joseph gab zweimal pro Woche allgemeine Audienzen, bei denen alle Untertanen seines Reiches mit ihren Anliegen vor dem Kaiser erscheinen konnten.


Im Audienzwartezimmer warteten nun die Audienznehmer, um ins Audienzzimmer vorgelassen zu werden und den Grund für die erbetene Audienz vorzubringen: um sich bei Antritt eines öffentlichen Amtes vorzustellen, um sich für eine Auszeichnung zu bedanken oder um für sich oder Angehörige Gnade zu erbitten. Franz Joseph empfing dabei bis ins hohe Alter an einem Vormittag bis zu hundert Personen. Audienznehmer konnten in ihrer jeweiligen Nationaltracht oder im Frack beziehungsweise die Damen im schwarzen Schleppkleid erscheinen; Militärangehörige wurden in Uniform zur Audienz vorgelassen. Der Audienzwartesaal ist mit drei monumentalen Gemälde ausgestattet, die vom Maler Johann Peter Krafft in Wachstechnik, genannt Enkaustik, geschaffen wurden. 

Die drei 1832 vollendeten Bilder zeigen zwei politische Ereignisse und eine private Szene aus dem Leben Kaiser Franz II./I., des Großvaters Kaiser Franz Josephs.

Das Gemälde an der rechten Wand stellt die Rückkehr des Kaisers aus Preßburg nach dem Abzug der französischen Truppen 1809 dar. Auf dem Gemälde an der linken Wand sieht man den Einzug des Kaisers in Wien nach dem Pariser Frieden 1814. Das mittlere Bild, datiert 1826, zeigt Kaiser Franz bei der ersten Ausfahrt nach schwerer, langer Krankheit mit seiner vierten Gemahlin Karolina Augusta, die den Auftrag für die Gemäldeausstattung dieses Saales gab. 


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