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Audienzzimmer (c) Marianna Haller

Franz Joseph empfing im Laufe seines Lebens an die 260.000 Personen zur Audienz.


Hinter dem Stehpult, das unmittelbar neben dem Fenster platziert war, empfing der Kaiser die Audienzwerber. Hier konnte man seine Angelegenheit vorbringen, sich für eine Auszeichnung bedanken oder um Gnade bitten. Um so viele Menschen wie möglich empfangen zu können, wurden die Audienzen in der Regel sehr kurz gehalten, nur wenige Minuten. Entsprechend dicht war das Programm des Monarchen an solchen Tagen. So schrieb Franz Joseph an seine Freundin Katharina Schratt:

„Gestern hatte ich 127, heute werde ich 108 Audienzen geben.“

Franz Joseph empfing im Laufe seines Lebens an die 260.000 Personen zur Audienz. Während des Gesprächs blieben sowohl der Kaiser wie auch der Besucher stehen. 

Der Kaiser beendete das Gespräch meist mit einem kurzen Nicken des Kopfes. Heute sieht man in diesem Raum auf der Staffelei das letzte Porträt des Kaisers Franz Joseph, das der Maler Heinrich Wassmuth im Jahre 1915, also ein Jahr vor dem Tod des Kaisers, geschaffen hat. An der linken Wand sind Gemälde der Vorgänger Franz Josephs zu sehen, Franz II./I., der Großvater des Kaisers, und sein Onkel, Ferdinand („der Gütige“). Beide Herrscher sind im Ornat des Ordens vom Goldenen Vlies dargestellt, der durch Heirat in den Besitz der Habsburger kam und als einen der Grundsätze die Verteidigung des christlichen Glaubens zum Ziel hat. Das Gemälde an der Rückwand, signiert von Franz Lenbach, zeigt Franz Joseph in der Galauniform eines österreichischen Feldmarschalls.


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