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Bad (c) Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H, Foto: Alexander Eugen Koller

Badezimmer und Toilette

Zum Amalienhof gelegen befinden sich hinter dem Toilettezimmer die Toilette und das Badezimmer der Kaiserin, die 1876 im Zuge der Bewohnung durch Elisabeth neu ausgestattet wurden.


Bemerkenswert ist das Toilettebecken in Form eines Delfins und das kleine Waschbecken. Kaiserin Elisabeth war jedoch nicht die erste Person der kaiserlichen Familie, die den Komfort eines Wasserklosetts in Anspruch genommen hat, wie bislang häufig angenommen wurde.. Bereits 1835 wurde im zweiten Stock des Leopoldinischen Traktes der Wiener Hofburg für Erzherzogin Sophie, die Schwiegermutter Elisabeths, „ein geruchloser Bequemlichkeits-Ort nach englischer Art“ eingerichtet.

Die ersten Hinweise auf den Einbau eines Badezimmers in der Hofburg stammen aus dem Jahre 1826, als im Zuge einer Inventarisierung das 1810/12 neu dekorierte Badekabinett der Kaiserin Maria Ludovica, der dritten Frau des Kaisers Franz II./I., erwähnt wurde.

Im Zuge der Adaptierungen von 1876 bekam Elisabeth auch ein Badezimmer, in einem bis dahin als Depot benützten kleinen Zimmer, unmittelbar neben der Toilette. Der heute noch weitgehend in originalem Zustand erhaltene Raum ist mit einer Badewanne aus verzinktem Kupferblech ausgestattet. Bemerkenswert ist auch der originale Linoleumboden, der Feuchtigkeitsschäden am Parkett verhindern sollte. Die Wände dieses Badezimmers waren mit geblümten Textiltapeten versehen, die sich heute aus konservatorischen Gründen unter der rekonstruierten Tapete befinden, die Spiegel sind mit aufgemaltem Pfingstrosendekor geschmückt. 


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