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Großes Vorzimmer (c) Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H, Foto: Lois Lammerhuber

Die Gemäldeausstattung dieses Raumes führt in das 18. Jahrhundert, in die Zeit Maria Theresias, der Ur-Ur-Großmutter Franz Josephs, zurück.


Restaurierung: Großes Vorzimmer & Türhalterzimmer

Das sogenannte Türhüterzimmer und das Große Vorzimmer gehören zum Appartement der Kaiserin Elisabeth und dienten als Entrée zum Appartement, das bis 1946 über die Adlerstiege zugänglich war. Beide Räume weisen die typische Ausstattung der kaiserlichen Appartements mit weiß gefassten Vertäfelungen und vergoldeten Rocaillen (geschnitzte Zierelemente) auf.

In der Vorbereitung für die Restaurierung wurden die Fassung der Vertäfelung und die Vergoldungen befundet und auf Basis dieser Ergebnisse das Restaurierkonzept erarbeitet. Bei der Restaurierung wird der vorhandene Bestand weitgehend unverändert belassen: die Vertäfelungen und die Vergoldungen werden gereinigt und gefestigt, die Fehlstellen ergänzt und die originalen Profile wieder hergestellt.

Dauer der Restaurierung: Dezember 2017 – August 2018

Der ursprüngliche Zugang zum Appartement der Kaiserin Elisabeth erfolgte über die sogenannte Adlerstiege, die die Verbindung zwischen dem Leopoldinischen Trakt und der Amalienburg herstellt. Anlässlich der Nutzung des Leopoldinischen Traktes als Präsidentschaftskanzlei (1946) wurde der Zugang zu den Kaiserappartements vermauert. Die Gemäldeausstattung dieses Raumes führt in das 18. Jahrhundert, in die Zeit Maria Theresias, der Ur-Ur-Großmutter Franz Josephs, zurück. Sie regierte von 1740 bis 1780 und war mit Franz Stephan von Lothringen verheiratet, der ab 1745 als Franz I. gewählter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war. Das Paar hatte 16 Kinder, von denen zehn das Erwachsenenalter erreichten. Die vier ausgestellten Gemälde zeigen Kinder Maria Theresias beim Theaterspielen. Generell wurden die Kinder des Kaiserpaares dazu angehalten, bei den verschiedensten Familienfesten wie Geburtstags-, Namenstags- und Hochzeitsfeiern zu musizieren, zu tanzen oder Theater zu spielen.

Das Gemälde zwischen den Fenstern zeigt eine Szene mit den drei jüngsten Kinder Maria Theresias - Ferdinand, Maria Antonia, die spätere französische Königin Marie Antoinette, und Maximilian - aus dem Schäferballett „Le Triomphe de l’Amour“ von Pietro Metastasio und Florian Leopold Gassmann, das anlässlich der zweiten Hochzeit des ältesten Bruders Kaiser Joseph II. mit Josepha von Bayern im Jänner 1765 aufgeführt wurde.

Das Gemälde gegenüber zeigt die älteren Schwestern singend und tanzend bei der Operette „Il parnasso confuso“. Maria Josepha, Maria Elisabeth, Maria Amalia und Maria Karolina stellen Apollo und die drei Musen dar. Die Musik dazu komponierte Christoph Willibald Gluck, der Text wurde von Pietro Metastasio verfasst.

Die Theaterstücke, die auf den anderen beiden Gemälden gezeigt werden, konnten bislang nicht identifiziert werden. Auf dem rechten Bild ist neben den ältesten Kindern der Kaiserin Maria Theresia, der spätere Kaiser Joseph II., zu sehen.


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