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Raumaufnahme "Das Mädchen" (c) Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.h, Foto: Lois Lammerhuber

Das Mädchen

Der Rundgang des Sisi Museums führt in diesem Raum weiter zur Geburt der Kaiserin am Weihnachtsabend 1837, ihrer Kindheit in Bayern bis hin zur Verlobung mit Kaiser Franz Joseph im Jahr 1853.


Elisabeth wurde am Weihnachtsabend 1837 als viertes Kind des Herzogs Max in Bayern und seiner Gemahlin Ludovika an einem Sonntag geboren und besaß auch schon bei der Geburt zwei Glückszähnchen.

Die Eltern lebten in einem vornehmen Stadtpalais in München und verbrachten den Sommer meist in Schloss Possenhofen am Starnberger See, wo sich die Kinder in der ländlichen Umgebung austoben konnten. Das Schloss war von einem wilden, naturbelassenen Park umgeben und in einer kleinen Viehwirtschaft gab es Tiere, mit denen die Kinder spielen konnten. Herzog Max verreiste viel, dichtete, liebte die Musik und spielte leidenschaftlich gerne Zither, aber nicht in aristokratischen Kreisen, sondern in Gasthäusern der Umgebung. Herzogin Ludovika oblag die Erziehung. Der Unterricht fand täglich außer Sonntag statt, doch der Erfolg ließ zu wünschen übrig. Das Lehrpersonal hatte es nicht leicht, da der nach wochenlanger Abwesenheit heimkehrende Vater oft die Unterrichtsstunden unterbrach, um die Kinder 

zu Streifzügen ins Umland mitzunehmen, wo sie in Landgasthäusern gemeinsam Zither spielten.

Die erste Zäsur im Leben der jungen Elisabeth war ihre Verlobung mit Kaiser Franz Joseph vor der Kulisse von Ischl im Jahre 1853. Das bis dahin völlig unbekannte Mädchen rückte nun in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Um die Kaiserbraut der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, wurden Künstler beauftragt Gemälde und Büsten anzufertigen.

So entstanden die ersten Portraits, die bei den Zeitgenossen nicht immer Anklang fanden. Auch der junge Kaiser war mit den Ergebnissen oft unzufrieden und äußerte sich verärgert über misslungene Abbildungen. Die Büste von Johann von Halbig fand Franz Joseph allerdings als besonders gelungen.

Der Verlobung am 19. August 1853 folgte die Brautzeit, in der die junge Elisabeth im Schnellverfahren die bis dahin vernachlässigte Ausbildung nachholen musste.


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