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Kaiserin Elisabeth in Rubinschmuck

Am Hof

Das berühmte Gemälde von Franz Xaver Winterhalter zeigt die junge Kaiserin mit Diamantschmuck im Haar. Was wie ein Traum aussieht, wurde für Kaiserin Elisabeth am Wiener Hofe jedoch viel mehr zum Albtraum, da ihr Leben von nun an vom strengen Hofzeremoniell bestimmt wurde.


Die unsichere Braut wurde still und ruhig, je näher der Abschied von der geliebten Heimat rückte. Bei der Abschiedssoiree in München waren alle Augen auf sie gerichtet, ein Umstand, an den sie sich von nun an gewöhnen musste. Die Kaiserbraut trug ein aufwändiges Kleid mit weit ausladender Krinoline, das als sogenanntes „Polterabendkleid“ erhalten geblieben ist und als Replik im Museum gezeigt wird. Arabische Schriftzeichen verzieren den Rock und die Stola. Übersetzt bedeuten sie: „Oh mein Herr, welch schöner Traum“, doch für Elisabeth wurde das Leben am Wiener Hof weniger zum Traum, als vielmehr zu einem Albtraum.

Durch die Heirat kam sie an die Spitze der höfischen Hierarchie und ihr Leben wurde von nun an vom strengen Zeremoniell bestimmt. Dieses Leben lehnte Elisabeth zeitlebens ab, sie kritisierte die Strukturen des Hofes und anerkannte die Berechtigung einer derart strengen Etikette nie. Die Wiener Aristokratie kritisierte einerseits Elisabeths Haltung, andererseits wurde sie aber bewundert, wenn sie offiziell als Kaiserin auftrat.

Die offiziellen Staatsportraits zeigen Elisabeth am Höhepunkt ihrer Schönheit. Das Gemälde der Kaiserin von Franz Xaver Winterhalter zeigt die 28-jährige mit Diamantschmuck im Haar und im Sternenkleid. Diese Modeschöpfung des berühmten Pariser Couturiers Charles Frederic Worth hat Elisabeths Schönheit weltberühmt gemacht. Georg Raab malte die 30-jährige im ungarischen Krönungsornat anlässlich der Krönung zur Königin von Ungarn im Jahre 1867. Zu diesem Ereignis trug sie ein Kleid aus Silberbrokat und Spitzen mit nachtblauem Samtmieder und Perlenverschnürungen, wieder eine Kreation des Modeschöpfers Worth, das in Anlehnung an eine ungarische Tracht entworfen wurde. Dieses Kleid wurde nach historischen Fotographien rekonstruiert und kann in seiner Pracht erstmals bestaunt werden.

1879 portraitierte Georg Raab die Kaiserin zum Zeitpunkt der Silberhochzeit mit Rubinschmuck. Das letzte Bildnis vor Modell ist eine Büste des Bildhauers Victor Tilgner, die ebenfalls 1879 entstand.


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